Recap zur 4. OMKB 2019 in Bielefeld

Recap zur 4. OMKB 2019 in Bielefeld

Am 05.04. stand die vierte Ausgabe der OMKB 2019 an. Von der Online Marketing Konferenz Bielefeld hatte ich die Jahre vorher schonmal gehört ,aber dachte „Bielefeld… ok. Ob das wirklich sein muss?“. Warum ich glücklicherweise eines Besseren belehrt wurde, lest ihr hier.

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Durch einen Aufruf vom Veranstalter Thorsten Piening habe ich mich dann doch etwas näher mit der Veranstaltung auseinandergesetzt. Das war auch gut so, denn ich habe so erstmal richtig wahrgenommen, was für ein grandioses Lineup an Speakern dort gebracht wurde. Florian Litterst von adsventure.de, Philipp Klöckner, Felix Beiharz, Björn Tantau oder Karl Kratz, um nur ein paar Namen zu nennen. Aber mal der Reihe nach.

Los ging es für mich um kurz nach 6:00 Uhr morgen. Ich machte mich also auf den Weg in eine Stadt, die es nicht gibt, zu einer Uhrzeit, die es nicht geben sollte. Aber nun gut. Da ich am Vorabend selbst noch Veranstalter eines Social Media Stammtischs in Düsseldorf war, fiel also die Option flach schon einen Tag vorher anzureisen und im Hotel zu nächtigen. [Reminder an mich: Bei den nächsten Veranstaltungen unbedingt machen.] So ging es dann eben mit dem RE von Duisburg nach Bielefeld, wo ich dann pünktlich um 8:00 Uhr ankam. Mit dem ICE wäre es vielleicht ein wenig komfortabler gewesen, dafür hätte ich aber einmal umsteigen müssen und wäre dadurch auch nicht wirklich schneller in der Seidenstadt zur OMKB 2019 gewesen.

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An der Stadthalle angekommen wurde ich erstmal von einer strahlenden Sarah Weitnauer begrüßt und wir sollten den ganzen Tag noch viel Zeit zusammen bei den einzelnen Vorträgen verbringen. Dann hieß es einchecken, Kaffee holen und im Großen Saal Platz nehmen für den ersten Vortrag und die Keynote von Philipp Klöckner.

Keynote von Philipp Klöckner: 12 konträre Thesen für Digitales Marketing

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Philipp Klöckner wurde von Moderator Tobias Fox als der bestgekleidetste SEO vorgestellt. Und das war auch der Fall. Achtet man bei Frauen gerne aufs Äußeres und was sie tragen, so konnte man dieses beim Keynotespeaker der OMKB 2019 auch sehr gut tun. Anzug, Weste, Krawatte, Hemd und Schuhe waren perfekt aufeinander abgestimmt und so hätte Philipp Klöcker jeden Style-Contest gewonnen. Nicht minder durchgestylt war auch sein Vortrag. „12 konträre Thesen für digitales Marketing“ lautete der Titel seiner Keynote.

Spannend war, um mal eine These aufzugreifen, die Darstellung und Erläuterung, warum Menschen wie Jeff Bezos von Amazon für solche Dinge wie das bedingungslose Grundeinkommen sind. Selber wenig Steuern zahlen, dafür aber ein System unterstützen, das steuerfinanziert ist und dafür sorgt, dass gerade die eher die Menschen mit weniger Geld dieses dann in den Konsum und somit vornehmlich in Amazon investieren. So schließt sich ein leider nicht ganz gerechter Kreis.

Ein anderer, sehr interessanter Punkt war die Gegenüberstellung von Mobile- und Desktop-Nutzern. Entgegen der langläufigen Meinung, dass fast alles nur noch mobil ablaufen würde, zeigte Philipp Klöckner anhand von ein paar Charts, dass dennoch viele Nutzer bei bestimmten Themen wie Bildung, B2B oder Verwaltung primär über den stationären Rechner sich informieren und entsprechend das Internet nutzen.

Aber auch die anderen zehn Thesen waren sehr spannend und so verging der erste Vortrag wie im Flug. Neun weitere sollten an diesem Tag ja noch kommen.

Knut Barth: Bin ich so gut wie ich denke?

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Jetzt fing die Qual der Wahl an. Bis auf die Eröffnungs- und die Abschlusskeynote fanden parallel immer vier Vorträge auf der OMKB 2019 statt. Wenn man sich für eine Sache entscheidet, so entscheidet man sich auch immer gegen (mindestens) eine andere. So fiel meine Wahl auf den Vortrag „Bin ich so gut wie ich denke? Benchmarketing im Onlinemarketing“ von Knut Barth vom BAUR Versand. Da der erste Vortrag etwas länger als die eingeplanten 45 Minuten gedauert hatte, habe ich leider die ersten Worte von Knut Barth verpasst, bin aber auch so schnell ins Thema gekommen. Er zeigte in seinem Vortrag eine schöne Reise durchs Marketing auf und wie man an welchen Positionen gut vergleichen und analysieren kann. Besonders hilfreich habe ich dabei seinen Slide empfunden, auf dem er zusammenfassend die Tools für Benchmark- und Wettbewerbsanalyse in den einzelnen Teilbereichen wie Linkaufbau, Social Media oder E-Mail dargestellt hat. Auch wenn es nicht meinen beruflichen Schwerpunkt getroffen hat, so war es auf jeden Fall ein spannender Vortrag.

Michael Janssen: Mit Analytics zur besseren Customer Journey

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Weiter ging es mit einem Kaffee vom kleinen Saal in den Raum K3. Da sich die Suche nach dem Raum anfänglich etwas schwierig gestaltete, kam ich zwar noch rechtzeitig vor Beginn an, durfte dann aber auf dem Boden Platz nehmen. Der Veranstalter hat wohl das Interesse an dem Thema unterschätzt, denn wie zu besten Studienzeiten standen und saßen die Leute überall rum, wo ein Platz zu ergattern war. War zwar auf Dauer nicht ganz so bequem, hatte dafür aber irgendwie seinen eigenen Studicharm.

Das Thema Analytics beschäftigt mich sowohl privat als auch beruflich schon eine ganze Weile und da ich Michael Janssen schon eine ganze Weile kenne, war ich mir sehr sicher, dass sein Vortrag „Google Analytics: Mit Analytics zur besseren Customer Journey“ auch wieder sehr gut werden dürfte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn ich trotz des Interesses noch nicht so ganz tief in der Materie stecke, gab es gleich zu Anfang einen Aha-Effekt. Mit dem Merksatz „Die besten KPIs haben am Ende ein Währungszeichen!“ hat sich dann doch ganz schnell bei mir festgesetzt. So habe ich wieder ein paar Kniffe und Tricks gelernt, wie man aus Google Analytics noch das eine oder andere mehr rausholen kann, wenn man an den richtigen Stellen sucht und entsprechende Einstellungen vornimmt.

Ebenfalls wichtig im Zusammenhang mit Messungen von Traffic auf den Seiten war/ist, dass Paypal eben keine Quelle für eine Conversion ist. Diesen Satz habe ich zwar vorher schon mal gehört, aber es war gut, dass dieses noch einmal wiederholt wurde. Soll ja bekanntlich nicht schaden. Weiter ging es mit dem Thema „Direct Traffic“ und auch hier gab es wieder etwas zum Merken: Direct Traffic sollte immer und 15% liegen. Das ist zwar nur ein Richtwert, aber auch hier hat man einen guten Anhaltswert, sodass man bei sich schauen kann, wohin die Reise mit den Messwerten geht.

Am Ende kamen fünf Regeln bzw. Aufforderungen heraus, an die man sich bei der Webanalyse halten sollte:

  1. Benutze Ziele in Google Analytics
  2. Fang mit dem an, was du hast.
  3. Fang klein an.
  4. Mache das System klug.
  5. Starte die Web-Analyse-Journey

Manuel Schnaible: Google Analytics datenschutz-konform im Einsatz

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Gleicher Raum, ähnliches Thema. So ging es für mich weiter. Manuel Schnaible von l’tur sprach über, wie man „Google Analytics datenschutz-konform im Einsatz“ haben kann. Auch wenn parallel ebenfalls spannende Vorträge liefen, so fand ich dieses Thema schon sehr spannend, da mit hier wirklich die Kenntnisse fehlten. Bis jetzt. Denn Manuel Schnaible konnte sehr verständlich und sehr detailliert Schritt für Schritt erklären, wie man GA einbaut und dieses entsprechend anonymisiert, dass auch die Datenschützer (in Deutschland) damit zufrieden sind. Somit bin ich also schon gleich mit der ersten Hausaufgabe aus diesem Pannel gegangen.

Hendrick Unger: Videomarketing FTW - Die Chemie muss stimmen

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Jetzt ging es mit einem neuen Kaffee zurück in den kleinen Saal. Dort wartete Hendrik Unger von Videocheck 93 mit dem Vortrag „Videomarketing FTW – Die Chemie muss stimmen“. Und da war der Name auch Programm, denn auf die Chemie zwischen Video-/Content-Producer und Konsument/User kam es in dem Vortrag immer wieder an. Angefangen mit der Frage wieviel Werbung – was ja auch Content ist – (so) ein User überhaut vertragen kann. Erstaunlich war hier das oft auch in anderen Bereichen angewendete Pareto-Prinzip. Es sollten (ungefähr) 80% „normaler“ Content und 20% Werbung sein. Was uns dann aber auch gleich wieder zur nächsten Frage gebracht hat: Was will der Werbetreibende in Social Media erreichen? Hier kamen viele Punkte aufs Tablett, da die Wünsche und Ziele ja je nach Unternehmen sehr vielschichtig sein können. Sehr spannend fand ich die Erklärung über den idealen Prozess zur Umsetzung eines Videos. Oftmals liegen die einfachen Dinge auf der Hand. Man muss sie nur aufschrieben. Das hat Hendrik Unger sehr anschaulich getan und hat zumindest mich zufrieden in die Mittagspause entlassen.

René Dhemant: Suchmaschinenoptimierung ist digitaler Markenaufbau

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Weiter ging es nach der Pause dort, wo auch die OMKB 2019 angefangen hat, nämlich im Großen Saal. René Dhemant erklärte, warum Suchmaschinenoptimierung digitaler Markenaufbau ist und wie man auch in gesättigten Märkten noch wachsen kann. Hatte ich René Dhemant eher als ruhigen Vertreter in Erinnerung, so zündete er ein absolutes Feuerwerk; sowohl, was die Art des Vortragens war als auch die Abfolge der Folien. Das erinnerte schon fast die Hochzeiten von Markus Tandler.

In einem kurzen Galopp ging es durch die jüngste Geschichte von Google und dessen Updates. Weiter ging es mit teilweise kontroversen Empfehlungen in Sachen SEO, was vielleicht nicht jedermanns Meinung traf, dafür aber zum drüber nachdenken anregte.

H I E R kannst du die Slides von Renés Vortrag anfordern.

Kai Spriestersbach: Content Marketing Measurement

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Ich konnte gleich sitzenbleiben, denn Kai Spriestersbach von eology hat seinen Vortrag „Content Marketing Measurement – So messen Sie den Erfolg ihrer Inhalte und Content Kampagnen“ ebenfalls im Großen Saal gehalten. Das Thema fand ich insofern interessant, als dass ich bisher keine wirkliche Möglichkeit kannte, wie man den „Erfolg“ von Content messen kann. Oder ich stand einfach auf dem Schlauch, was das angeht, was ich nicht ausschließen möchte. Jedenfalls konnte ich auch hier ein wenig für mich mitnehmen und werde schauen, dass ich das Gelernte bald auch anwenden kann. Was ich etwas schade fand, war, dass Kai Spriestersbach zwar gezeigt hat, wie mag Dinge misst, aber leider nicht, wie man die ganzen Sachen auswertet.

H I E R bekommst du die Slides von Kais Vortrag.

Thorsten Loth: Reichweite über Local SEO

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Weiter ging es für mich in Raum K8. Somit hatte ich alle vier Veranstaltungsräume der OMKB 2019 also durch. Als Duisburger war es schon fast eine Pflicht zum Loth zu gehen. „Reichweite über Local SEO“ war das Thema von Thorsten Loth. Auch auf diesen Vortrag habe ich mich sehr gefreut, hatte ich doch vor einiger Zeit schon mal das Vergnügen in deiner Firma OMfire! ein wenig zu dem Thema zu lernen.

Es scheint manchmal alles so einfach und eindeutig zu sein, was man für gutes (Local) SEO machen muss. Aber es scheint wohl keine Selbstverständlichkeit zu sein. So hat der Loth anhand einiger sehr guter Beispiele aufgezeigt, wie man seine Datensätze richtig pflegt und auch, wie man es nicht machen sollte bzw. wie das Ganze aussehen kann, wenn man sich nur halbherzig oder gar nicht um seine Google my Business-Daten kümmert.

Keynote von Karl Kratz: Die Kunst der digitalen Inszenierung

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Auf diese Keynote von Karl Kratz habe sicherlich nicht nur ich mich sehr gefreut. Nach den beiden Folgen „Die Kunst der digitalen Berührung“ und „die Kunst der digitalen Verführung“ folgte nun der dritte Teil: Die Kunst der Inszenierung. Da ich den ersten Teil bereits Ende 2017 erleben durfte, war ich schon mächtig gespannt, wie der neue Vortrag werden würde. Was sich wohl sehr kurzfristig herausstellte, war die Tatsache, dass „die Kunst der digitalen Inszenierung“ auf der OMKB 2019 Premiere feiern sollte. Angekündet war nämlich eigentlich noch „die Kunst der digitalen Verführung“. Aber das sollte nun wirklich niemanden stören.

Also saßen so ziemlich alle Teilnehmer der OMKB 2019 im Großen Saal und warteten auf „Karl den Großen“. Und er kam. Allein schon das Format seiner Slides unterschied sich von denen der anderen Speaker. Aber das war nur eine Kleinigkeit. Ansonsten war ein kein klassischer Vortrag, sondern mehr eine Inszenierung oder Vorstellung. So lauschten alle gespannt, was Karl Kratz über die Darstellung und Wahrnehmung von Werbung im Internet zu erzählen hatte. Es wurde auch an vielen Stellen herzhaft gelacht, denn wenn an manche Werbung im Vergleich gezeigt bekommt, dann bleibt einem auch nichts anderes übrig.

Ebenfalls sehr spannend war ein echter Case, bei dem Karl Kratz nicht nur das Produkt selbst, sondern auch die Macher dahinter mitgebracht hat. Die Jungs (und Mädels?) von Fellfreunde haben ihr Produkt und ihren Webauftritt nach einem Vortrag von Karl derart überarbeitet, dass es sich gänzlich von denen der Mitbewerber unterscheidet, was dann auch zu einem merklichen Erfolg geführt hat. Nicht nur dieses Beispiel, sondern auch die gesamte Kunst der Inszenierung hat für mich den Anstoß gegeben meine Webseite nach und nach „radikal“ umzubauen. Ich weiß selber noch nicht so ganz, wohin die Reise damit gehen wird, aber ich bin sehr gespannt.

Alles in allem war es ein würdiger Abschluss einer wirklich exzellenten Veranstaltung.

Ein toller Tag auf der OMKB 2019 geht zu Ende

What a day…

Der Tag ging für mich schon um 5:00 Uhr los und sollte erst nach 22:00 Uhr enden. Zwischen den jeweils zwei Stunden Fahrzeit mit dem Zug steckten vielen Stunden mit unglaublich viel Input. Ich habe alte Bekannte widergetroffen und neue Menschen kennengelernt. Sowas macht eine tolle Veranstaltung wie die OMKB 2019 aus.

Hatte ich auch noch letztes Jahr mit einem schmunzelnden Auge auf die Veranstaltung in Bielefeld geschaut, muss ich mein Urteil komplett revidieren. Ich habe mich rundum perfekt betreut gefühlt und habe mir auch schon den Termin für nächstes Jahr fest in den Kalender eingetragen.

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An dieser Stelle möchte ich mich bei Thorsten Piening und seinem Team von qualitytraffic bedanken. Nicht nur, weil sie mir ermöglicht haben diese wirklich sehr gute Konferenz zu besuchen, sondern weil es von vorne bis hinten eine durchweg gelungene Veranstaltung war. Ich hatte sofort das Gefühl, dass der Besucher hier im Mittelpunkt steht. Sei es die wirklich großartige Location mit einer wohl nicht zu überbietenden Anbindung an die Bahn – die Bielefelder Stadthalle liegt genau gegenüber dem Hauptbahnhof und man muss nur einmal um die Ecke gehen. Wenn man langsam ist, dann ist man in zwei Minuten da. Oder auch die fast immer mehr als ausreichend großen Räume für die Vorträge. Oder die tollen Moderatoren, die im Großen und im kleinen Saal die Speaker ankündigten und im Anschluss Fragen stellten. Oder das exzellente Catering, das den Teilnehmern mittags und zum Ende der Veranstaltung serviert wurde. Nicht zu vergessen die bunte Mischung an Speakern, die für interessante und kurzweilige Vorträge gesorgt haben.  Oder oder oder… Die Liste der positiven Dinge ließe sich beliebig fortsetzen.

Am Ende möchte ich nur eins sagen: DANKE!

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Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei Karl Kratz, der auf der OMKB 2019 dieses wirklich tolle Bild von mir geschossen hat. Es gefällt mir sogar so gut, dass ich es sofort auf allen genutzten Social-Media-Kanälen als Profilbild eingesetzt habe.

Auch hier nochmal ein ganz dickes MERCI.

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Weitere Recaps zur 4. OMKB 2019

Die 5. OMKB findet am 27. März 2020 statt.

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